Presse-Termine
Aktuelle Pressemitteilung
Fachvortrag
Palliativmedizin ist die ganzheitliche Betreuung und Begleitung von Menschen, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung befinden. Ziel ist die Linderung, wenn Heilung nicht mehr möglich ist. Die Palliativmedizin konzentriert sich auf die Behandlung belastender Symptome wie Schmerzen, Übelkeit oder Atemnot.
In den letzten Jahren hat sich die Palliativ- und Hospizversorgung auch in Dortmund erfreulicherweise stetig weiter entwickelt. Sowohl die ärztliche Versorgung als auch die pflegerische, psychosoziale und seelsorgerische Begleitung und Beratung schwerkranker Menschen haben sich verbessert. Die ambulanten und stationären Versorgungsangebote in Dortmund wurden ausgebaut. Sie unterstützen nicht nur die Kranken, auch die pflegenden Angehörigen sind eingebunden und erfahren eine menschenwürdige Unterstützung.
Eine Dortmunder Internistin und Palliativmedizinerin wird dieses Angebot vorstellen. Zu dieser Veranstaltung laden wir herzlich ein:
Thema: Palliativmedizinischer Konsilidiardienst Dortmund
Referentin: Dr. med. Herdis Scheidgen, Dortmund
Zeit: Dienstag, 31. Januar 2011, 18.30 Uhr
Ort: Eugen-Krautscheid-Haus, Lange Straße 42, 44137 Dortmund
Frau Dr. Scheidgen beantwortet im Anschluss gern Ihre Fragen.
Über Ihre Teilnahme würden wir uns sehr freuen. Die Tagespflege des Eugen-Krautscheid-Hauses ist während der Veranstaltung für Gäste geöffnet. Anmeldung bitte bei der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V., Telefon: 0231-7 24 66 11.
Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.
Telefon: 0231-7 24 66 11
BIG direkt gesund unterstützt Pflegekurs
Experten informieren Angehörige von Demenzkranken
Dortmund, 2. November 2011 - Ein Außenstehender kann sich kaum vorstellen, welche Probleme die Versorgung eines demenzkranken Familienmitglieds mit sich bringt. Wer Tag für Tag, Nacht für Nacht mit der ständigen Betreuung von Alzheimerkranken durchsteht, ist nach einiger Zeit selbst am Ende seiner seelischen und körperlichen Kräfte.
Dem will die Dortmunder Direktkrankenkasse BIG vorbeugen und unterstützt die von der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. initiierte Schulungsreihe für Angehörige von Alzheimer- und anderen Demenzkranken. Das Schulungsangebot wurde von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft entwickelt. Die Seminarreihe will aufklären und Wissen speziell zu Bedürfnissen und Problemen pflegender Angehöriger Demenzkranker vermitteln. Experten wie ein Arzt, ein Rechtsanwalt und in der Pflege Demenzkranker Tätige referieren über die Erkrankung, über den Umgang mit dem Erkrankten so wie über rechtliche, ethische, finanzielle Fragen und geben Hinweise auf Entlastungsmöglichkeiten.Die Schulungsreihe startet am 10. November und findet jeweils donnerstags im Eugen-Krautscheid-Haus, Lange Straße 42, 44137 Dortmund, statt. Sie umfasst sechs Kurseinheiten von 90 Minuten. Für die Dauer jeder Kurseinheit ist eine Betreuung des dementiell erkrankten Angehörigen organisiert. Kontakt und Anmeldung: Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V., Kattenkuhle 49, 44269 Dortmund, Telefon: 0231-7 24 66 11,
E-Mail: heide.roemer(at)arcor.de, www.alzheimer-dortmund.de
Über BIG direkt gesund
BIG direkt gesund ist Deutschlands erste gesetzliche Direktkrankenversicherung. 1996 gegründet, hat die BIG heute bundesweit rund 390.000 Versicherte. BIG hat ihren Rechtssitz in Berlin und beschäftigt am operativen Standort in Dortmund 525 MitarbeiterInnen. Mehr Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: www.big-direkt.de/unternehmen
Welt Alzheimertag
Weltweit findet am 21. September der Welt Alzheimertag statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Gesichter der Demenz“.
Geburtstagsfeier im Rathaus
20 Jahre Alzheimer Gesellschaft in Dortmund
Wer Dortmunds Rathaus betritt, wird überrascht. In dem
kantigen Baublock von 1989 steckt unter dem Kuppeldach eine hohe runde
Halle, was niemand von außen erkennen kann. Die Alzheimer
Gesellschaft Dortmund durfte hier am 28. Mai 2010 ihr
20-jähriges Bestehen feiern. Eine gastfreundliche Geste der
Stadt zum Geburtstag. Besucher blicken in offene Etagen hinein, die wie
Ränge die Halle umrunden. Zwei weit schwingende
Treppenaufgänge bilden dazu eine Art Bühnen-Rahmen. Viele Gäste kamen und saßen an langen, weiß gedeckten Tischen. Zu Beginn erklang Mozarts "Türkischer Marsch", schwungvoll dargeboten von der Musikschule Dortmund, mit moderner Tontechnik und Keyboard-Begleitung. Da störte es durchaus nicht, dass eine kleine Hochzeitsgesellschaft – nach der Trauung – hinter den Seitenvorhängen auftauchte. Ganz in Weiß ging die Braut, in frohgemuter Begleitung dem Ausgang entgegen.
Am Pult vor dem Publikum kamen alle Redner gleich zur Sache. Heide Römer begrüßte die Anwesenden. Sie war 1990 Mitgründerin der Dortmunder Alzheimer Gesellschaft und ist seitdem Vorsitzende. Bewegt blickte sie auf die vergangenen 20 Jahre zurück und dankte allen, die mitgeholfen haben.
Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder gratulierte. Sie sprach Lob und Anerkennung im Namen der Stadt aus. Sabine Jansen (Berlin) überbrachte herzliche Glückwünsche der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Alle betonten, wie früh und vorbildlich die Dortmunder Gruppe sich hervorgetan und bewährt hat in der Selbsthilfe für Alzheimer Kranke. Mehr über die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft verrieten die neuen Informationshefte, die auf allen Tischen auslagen.
Chefarzt Dr. Thomas Vömel (Dortmund) hielt in dieser Stunde keinen weit schweifenden Vortag. Er lieferte kurze Betrachtungen und erklärte mit teilnahmsvollem Bedauern, dass die Medizin noch kein Mittel gegen Alzheimer besitzt – und wie wichtig daher jede helfende Hand ist.
Zwischen den Ansprachen gab es kleine Tänze und Lieder, auch mit Flötenspiel, locker und leicht dargeboten von Kindern der Diesterweg-Grundschule (Dortmund). Die munteren Auftritte der Mädchen und Jungen – aus vielen Ländern – lösten große Freude aus, ganz besonders bei den Senioren unter den Anwesenden.
Einen Höhepunkt bildete die berühmte Arie "Lass mich klagen" von Händel, vorgetragen von der Chorleiterin Maren Krebs. Es schien, als ob die dunklen Seiten des Alzheimer-Leidens darin ans Licht traten.
Zum Schluss tanzten zu fröhlichen Klängen die Kinder der Dance Company des Turn- und Sportvereins Eintracht Dortmund. Die Leiterin Angelika Balaj hatte mit den 7- bis 10-Jährigen eine beschwingte Choreographie einstudiert, die die Gäste im Rathaus in frohe Stimmung versetzte.
Alle Darbietungen wurden von Menschen gestaltet, die ohne Honorar gerne der Einladung der Alzheimer Gesellschaft Dortmund gefolgt sind. Sowohl die Chorleiterin als auch die Leiterin der Dance Company arbeiten ehrenamtlich mit den Kindern, so wie seit 20 Jahren die Alzheimer Gesellschaft Dortmun. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie etwas aus Überzeugung und mit dem Herzen zum Wohle der Gesellschaft tun.
Mit Kaffee und Kuchen klang die Feier aus. Auf den Tischen lag vor jedem Kind etwas Leckeres als Lohn. An diesem Nachmittag sahen sich viele alte Mitglieder wieder. Und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, viele von ihnen lernten das Leiden zuerst in der eigenen Familie kennen. Alle waren sich einig: Solche gemeinsame Stunden vergisst man nicht – so wenig wie erfahrenes Leid und tätige Hilfe.
Weitere Fragen beantwortet:
Heide Römer, Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V,
Telefon: 0231-7 24 66 11

Die voll besetzte Halle
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Der Kinderchor und die Flötenspieler der Diesterweg-Grundschule mit Chorleiterin Maren Krebs
Tanz im Kursaal
Sonntagnachmittag. Der Bus fährt ab, vom Hotel zur Ortsmitte. Im Kursaal ist Tanz. Zwei Dutzend aus der Dortmunder Gruppe fahren mit. Am Himmel dunkle Wolken. Aber keine Sorge: Alle sollen trocken ankommen. Eine kurze Fahrt - zugleich Reise in eine andere Welt. Im Kursaal sind Tische reserviert. Die anderen Gäste blicken neugierig: Da kommen die Alzheimer. Ist das denn möglich? Das Hotelpersonal, das auch hier bedient, weiß es längst: Mit dieser Gruppe klappt alles erstaunlich gut.Der Saal ist groß. Die Einrichtung passt zum alten Gebäude. Und zu den Gästen. Fast überall sitzen Senioren, bei Kaffee und Kuchen. Es gibt eine Menge zu sehen und zu hören. Vier Musiker sind auf der Bühne. Sie spielen bekannte Schlager und Melodien. Ganz nach dem Geschmack des Publikums, ohne Party-Dröhnen und Lichterwirbel. Die junge Frau am Mikrofon singt den Ohrwurm von "Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen". Die Tänzer nehmen es als Kompliment.
Für die Kranken ist das hier etwas Besonderes. Sie verstehen sich selbst nicht mehr so recht. Aber es kommt ihnen bekannnt vor, was sich vor ihnen abspielt. Sie erleben das hier im geselligen Rahmen wie einen Film. Der Fluss der Melodien nimmt sie mit. Da liegt eine Hand flach auf dem Tisch, regungslos. Doch zwei Finger tanzen mit im Takt. Auf dem Parkett drehen sie sich sanft in den Armen ihrer Partner, sorgsam geführt oder untergehakt. Manche schreiten und gleiten sogar schön harmonisch.
Auch die Angehörigen leben sichtlich auf, vergessen die Miseren des Alltags. Tanzen setzt etwas in ihnen frei. Leicht gehen und drehen sie sich, dem Rhythmus hingegeben. Und lachen. Der Partner oder die Partnerin lachen mit. Dabei erzählte doch eine gerade noch: "Vorige Nacht nur vier Mal raus". Das ist jetzt erst einmal Nebensache. Für eine Weile überlässt sich jeder diesem Spiel. Der Puls geht schneller, Hände werden heiß. Obwohl sich eigentlich nichts verändert hat. Die meisten hier wissen: Auch unter dunklen Wolken zeigen sich immer wieder weiße Stellen.
Den Stimmungswandel machen auch die mit, die Kranke betreuen. Die Helferinnen tanzen recht munter, wie auf einem fröhlichen Sommerfest. Ein bisschen Übermut tut gut. Zwischendurch müssen sie mal bei einem Toilettengang helfen.
Die Musiker merken am besten, wie ihr Spiel ankommt. Vom Podium aus betrachten sie genau die Paare auf dem Parkett. Sie scheinen gern vor diesem Publikum aufzutreten.
Der letzte Tanz: Der Regen hat aufgehört. Der Bus wartet. Zum Abschied sagt einer der Musiker, sie würden gern einmal in Dortmund vorbeikommen und spielen. Ganz ohne Gage. Was für eine Sache, so ein Tanznachmittag in Rothenfelde.
Text: Walter Hurck

Tanz im Kursaal
Erste Dortmunder Demenzbetreuerinnen verabschiedet
Dortmund, September 2009Pioniere entwickelten Angebote zur Entlastung Angehöriger. Mit einer Feierstunde verabschiedete die Alzheimer Gesellschaft Dortmund drei Mitarbeiterinnen aus früher Zeit. Annamaria Pleß (2.v.l.), Hannelore Heller (3.v.l.) und Christel Sobottke (4.v.l.). Die drei Helferinnenen waren seit Gründung der Dortmunder Selbsthilfegruppe aktiv dabei. Sie wirkten freiwillig mit und aus eigener Kraft: Pioniere auf diesem Feld. Ihr jahrelanger Einsatz war Vorbild für alle in der Selbsthilfegruppe. Verschiedene Projekte konnten mit ihrem Engagement und Einsatz zur Entlastung der Angehörigen entwickelt werden. Zum Beispiel die einmal in der Woche stattfindende Gruppenbetreuung, häusliche Betreuung, Betreuung während des Gesprächskreises und der „Betreute Urlaub“. Heide Römer (1.v.r.), Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Dortmund, und Rosemarie Liedschulte (1.v.l.), Vorstandsmitglied, sprachen Worte der Anerkennung und des Dankes und überreichten Blumen zum Abschied.
Verabschiedung der Pioniere
Krombacher Brauerei spendet 2.500 Euro an die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.
Der Besuch von Marc Fohrmann und Thomas Fleischmann, Repräsentanten der Krombacher Brauerei, bei der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. hatte einen sehr erfreulichen Anlass. Im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion der Krombacher Brauerei konnten sie einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro an den gemeinnützigen Verein überreichen.Dazu schreibt Krombacher:
Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund vertritt ausschließlich die Interessen der Demenzkranken und ihrer Angehörigen. Ihr Ziel ist es, die Akzeptanz von Demenzkranken und ihrer Angehörigen zu fördern und auszubauen, damit diese sich in der Gesellschaft wohl fühlen können. Darüber hinaus möchte die Alzheimer Gesellschaft allen Interessierten und Betroffenen als Ansprechpartner zur Seite stehen. Sie nimmt für die Demenzkranken eine Schutzfunktion wahr und vertritt ihre Interessen und die ihrer Angehörigen. Als freiwilliger Zusammenschluss ist der gemeinnützige Verein vom Ehrenamt geprägt und finanziert sich als gemeinnützige Organisation aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Spende der Krombacher Brauerei wird für verschiedene Projekte eingesetzt, die den Alzheimer Kranken und ihren Angehörigen zu Gute kommen.
Pioniere feiern 15 Jahre Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.
Professor Dietrich Grönemeyer hält Festrede
Dortmund, 8. März 200615 Jahre Alzheimer Gesellschaft Dortmund – das heißt, zurückschauen auf 15 Jahre ehrenamtliche Pionierarbeit und auf die Zeit, als es in der Bundesrepublik so gut wie gar nichts für Demenzkranke und die pflegenden Angehörigen gab. Das Thema Alzheimer war nur in spezialisierten Fachkreisen bekannt. Auf einer Fachtagung 1989 diskutierten erstmals Ärzte, Wissenschaftler, in der Altenpflege Tätige und Angehörige die bestehende Notlage. Die Situation der Erkrankten und der pflegenden Angehörigen wurde aus dem Bereich der ärztlichen und pflegerischen Versorgung von Demenzkranken und die Gesamtsituation einer solchen Erkrankung dargestellt. Das Forum beschloss, dass unbedingt etwas für diese Menschen geschaffen werden müsse. Es herrschte eine solche Aufbruchstimmung, die nur aus der Not geboren werden kann. Deswegen bildeten in Dortmund betroffene Angehörige von Alzheimer Kranken 1989 einen Arbeitskreis, um vor Ort Möglichkeiten der Verbesserung für pflegende Angehörige zu schaffen. Es wurde ein Versuch gestartet, den es bis dahin in Deutschland nicht gab: die stundenweise ambulante Betreuung von Alzheimer-Kranken zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Erfahrene Altenpflegerinnen und Zivildienstleistende erklärten sich spontan bereit, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Das Experiment gelang. Seitdem ist diese Betreuung ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Bald zeigte sich, dass die stundenweise Entlastung im häuslichen Bereich gewünscht und dankbar angenommen wird. Bis heute wurden weit über 8.000 kranke Menschen betreut - und mindestens ebenso viele Angehörige entlastet. Kontinuierlich entstanden weitere Projekte. Ein Gesprächskreis wurde sofort eingerichtet, eine Fachbibliothek wuchs heran und vieles mehr wurde geschaffen. Der „Betreute Urlaub“, erstmals im Jahr 1996 durchgeführt, war ein weiteres Experiment. Seitdem ist die gemeinsame Reise im Sommer ein besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer Mehrfach wurde die Alzheimer Gesellschaft Dortmund für ihre Aktivitäten ausgezeichnet. Dies war und ist nur möglich, weil mutige Menschen Ideen in die Tat umsetzten mit dem Ziel, die Demenzerkrankung aus der gesellschaftlichen Tabuzone und die Erkrankten und ihre Angehörigen aus der Isolation herauszuholen.

15 Jahre Alzheimer Gesellschaft Dortmund